30 Jahre Esperanto-Sprachklub Pfaffenhofen
„Esperanto für
die Olympiade“, ein unter dieser Überschrift im Frühjahr 1969
erschienener Artikel in der Zeitschrift „Allgemeines Sport-Magazin“ ließ
den Pfaffenhofener Bäckermeister Karl Schäch nicht mehr los. Eine
neutrale und völkerverbindende Sprache, die zudem in wesentlich kürzerer Zeit
erlernbar wäre, als eine Nationalsprache, würden auch sicher viele Menschen in
Pfaffenhofen gerne kennen lernen.
Um sich näher
über dise Sprache zu informieren, nahm Karl Schäch alsbald Kontakt zum
Esperanto-Klub München auf , der ihm mit Herrn Horst Spirat einen erfahrenen
Esperantisten und Kursleiter für den ersten Esperanto-Lehrgang im Herbst 1969
in der Kreisstadt zur Verfügung stellte.
Einige Teilnehmer
dieses Kurses gründeten dann zusammen mit weiteren interessierten Personen am
27. April 1970 im Gasthaus Amberger in Pfaffenhofen den Hallertauer
Esperanto-Klub, der später in Esperanto-Klub Pfaffenhofen umbenannt
wurde. Zum 1. Vorsitzenden wählte die Gründungsversammlung den Initiator für
Esperanto in Pfaffenhofen , Karl Schäch. Nach 12jährigem engagierten Einsatz
für die Internationale Sprache stellte er im April 1982 sein Amt aus
gesundheitlichen Gründen zur Verfügung, als seinen Nachfolger wählte die
Mitgliederversammlung den derzeitigen 1. Vorsitzenden Franz Knöferl . Um
aus dem Ideenkomplex Esperanto unser Hauptanliegen, die Verbreitung und
Anwendung der Sprache Esperanto, besser hervorzuheben, nennt sich unser Klub seit
1984 „Esperanto-Sprachklub Pfaffenhofen“.
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Karl Schäch in weißer Bäckerkleidung, der Klubgründer |
Unter den
zahlreichen großen und kleinen Veranstaltungen während der 30jährigen
Geschichte unseres Klubs fanden vor allem die Einweihung der
Dr.-Ludwig-Zamenhof-Straße im Juni 1980 und unsere Fahnenweihe
im April 1983 weit über Pfaffenhofen hinaus Beachtung. Im Dezember
1982 präsentierten Mitglieder der Esperanto-Jugend Pfaffenhofen den
schwedischen Brauch der „ Lichter Luzia „ im Rahmen einer
Weihnachtsfeier. Großes Interesse fand auch unsere Ausstellung zu Aktivitäten
unseres Klubs im November 1990 im Hotel Bortenschlager .Drei Esperanto
- Ausstellungen (September 1981 / 1986
/ 1991 ) gestalteten wir im Rahmen der Volkshochschule Pfaffenhofen im Haus
der Begegnung. Regelmäßig vertreten war unser Klub durch einen Info-Stand
bei den „Internationalen Bürgerfesten“, die von Ausländeramt und
Kreisjugendring in den Jahren 1984 bis 1989 organisiert wurden. Im August 1985 besuchten ca. 100
Teilnehmer des in Augsburg stattfindenden Universala kongreso de Esperanto
verschiedene Brauereien und einen Hopfenanbaubetrieb im Landkreis
Pfaffenhofen. Mitglieder des Sprachklubs fungierten als Übersetzer. 1986
stellte unser Mitglied Rudolf Kratzmann das von ihm geschriebene und
komponierte Lied „Lernu Esperanton“ beim Bürgerfest vor. 1987
wurde zur Eröffnung des Internationalen Bürgerfestes die Esperanto-Hymne
La Espero gespielt. April 1994: Frau Diana Stanescu von Radio IN
erstellt ein Porträt unseres Klubs, das als Beitrag für Radio
Europa ausgestrahlt wurde. November 1994: Roland Hemmauer und
Franz Knöferl sind zu einer Talkshow mit dem Thema Esperanto
beim Regionalsender INTV eingeladen. Dezember 1994: Der Bayerische
Rundfunk interviewt Mitglieder und Gäste unserer Jahresfeier. Der
Beitrag ist dann im Januar und Februar 1995 in verschiedenen BR Sendern zu
hören. Im April 1995 fand eine einwöchige Ausstellung zum Thema : „Minderheitensprachen
in Europa statt. „ mit Vortrag von Uwe-Joachim Moritz im Haus der
Begegnung statt, die ebenfalls sehr gut besucht wurde. Juni 1996: Eine
Gruppe von Esperantisten aus Metz (F) besucht Pfaffenhofen. Der Klub
organisiert eine Fahrt ins Altmühltal. Im August 1997
organisierte der Klub für die SAT-Esperanto-Kongress-Teilnehmer in Augsburg
einen Ausflug nach Wolnzach. Dabei lernten die Teilnehmer das Museum
„Kulturgeschichte der Hand“ und das Hopfenmuseum kennen. Mitglieder
des Sprachklubs dienten als Übersetzer. Im August 1998 hielt anlässlich eines Besuches
von Esperanto-Freunden aus Metz BELO-Vorsitzender Gosbert Gehlert
einen Vortrag zum Thema Städtepartnerschaften im Naturfreundehaus
Pfaffenhofen der ebenfalls großes Interesse fand. Außer einer ganzen Reihe
internationaler Seminare, Tagungen und Begegnungen wurden auch schon mehrmals Esperanto-sprachige
Gottesdienste abgehalten.
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Fasching in Pfaffenhofen |
Esperantisten aus
rund 40 Ländern aller Kontinente besuchten bereits ihre hiesigen Sprachfreunde.
Umgekehrt waren Mitglieder unseres Klubs bisher bei Esperanto-Freunden in 20
Ländern zu Gast.
Mitglieder
unseres Klubs sind regelmäßige Hörer der zumeist auf Kurzwelle angebotenen Esperanto-sprachigen
Rundfunkprogramme aus mehreren Ländern.
Rund 20
verschiedene Esperanto-sprachige Zeitschriften werden von Esperantisten im
Landkreis Pfaffenhofen gelesen.
Wegen der
teilweise großen Entfernungen finden Kontakte zu ausländischen Esperantisten
(noch) häufig durch Briefverkehr statt.
Derzeit ist eine
stark steigende Tendenz zu beobachten, Kontakte via Internet zu realisieren. Im
Internet sind rund 1 Million Esperanto-Einträge zu finden;u.a. auch
eine Sammlung von rund zwei Tausend Mail-Adressen. Darunter auch Adressen aus
Pfaffenhofen und Umgebung.
In diesem Jahr
besuchten Mitglieder unseres Klubs Esperanto-Freunde in Innsbruck.
Im weltweiten
Esperanto-sprachigen Kultur- und Sozialgastgeberdienst „Amikeca Reto“ sind ebenso wie im internationalen
Gastgeberdienst „Pasporta Servo“ des
Esperanto-Jugend-Weltverbandes TEJO Mitglieder unseres Klubs zu
finden.
Seit 24.8.2000
ist der Sprachklub mit einer eigenen Homepage mit vielen
nützlichen Links im Internet zu
finden.
Seit einigen
Wochen sind wir auch im örtlichen Internet-Verein „Bürgernetz Pfaffenhofen“
( http://www.bn-paf.de/)
zu finden. Ebenso hat sich unser Klub der „Aktion gegen Rechts – Forum
gegen Fremdenhass“ des regionalen Rundfunksenders „Radio IN“ angeschlossen.(
http://www.radio-in.de/).
Im Linksammler des „Pfaffenhofener“Kurier“ ist Esperanto unter
der Rubrik „Wissenschaft und Sprachen“ zu finden. ( http://www.pfaffenhofenerkurier.de/) Geben Sie
dem Link Esperanto eine Note von 1 bis 10 .
Unser Klub gehört
zwar immer noch zu den kleineren Vereinen, dennoch konnte er sich in
Pfaffenhofen fest etablieren und auch seine Kontakte innerhalb und außerhalb
der Esperanto-Bewegung ausbauen.
Hier finden Sie einen
Bericht über die Jubiläumsfeier
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